Mentale Gesundheit als Unternehmens-Strategie?

Die mentale Zukunft aktiv gestalten

Mentale Gesundheit am Arbeitsplatz – Mentale Gesundheit stärken

Höher, schneller und weiter war früher mein Lebensinhalt. Achtsamkeit kannte ich nicht. Im Vertrieb zählten nur Zahlen. Mit welcher Energieleistung diese erreicht wurden, hat früher keinen Vorgesetzten von mir interessiert. 70.000 Kilometer pro Jahr auf der Straße. Manchmal 1.000 Kilometer pro Tag und am nächsten Morgen ging es weiter. Wenig Schlaf und Ruhephasen.

Meine mentale und körperliche Leistung ging mit den Jahren immer mehr bergab.

Montag war irgendwann der Tag, an dem ich mich auf den Freitag freute. Von meiner Gallenblase konnte ich mich nach heftigen Schmerzen genauso feierlich verabschieden, wie vom Spaß zur Arbeit zu gehen.

Es war ein schleichender Prozess. Von einem motivierten und guten Verkäufer wurde ich zum Mittelmaß.

Dabei hätte es gar nicht so weit kommen müssen. So wie bei vielen anderen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen auch.

„Meine Leistung brach ein. Achtsamkeit war mir fremd.“

2020 gab es so viele Fehltage wegen psychischer Probleme, wie noch nie.

Die Fehltage aufgrund psychischer Belastungen nehmen zu. Trotzdem ist mentale Gesundheit bei vielen Führungskräften, in Unternehmen und auch bei Mitarbeitern noch ein Tabuthema.

Psychische Erkrankungen werden noch zu oft als Schwäche oder temporäre Laune ausgelegt.

Die inneren Belastungen für Mitarbeiter*innen steigern sich. Es gibt verschiedene Generationen, mit unterschiedlichen Sichtweisen, die miteinander arbeiten müssen. Die Informationsvielfalt wird immer größer und auch die Geschwindigkeit an neuen Technologien nimmt immer mehr an Fahrt auf.

Stress, Druck, Überlastung und Ängste beeinträchtigen die mentale Gesundheit von Menschen. Egal in welcher Position.

Sehen wir uns die Zukunft an, wird sich das alles noch mehr verändern. Auch soll die Arbeit von Menschen zukünftig mehr Erfüllung bringen, anstatt materieller Bonussysteme. Obstkörbe werden genauso wenig Anreize schaffen, wie Smartphones, Notebooks, Autos oder Firmenfahrräder.

Individualität, Werte und Selbstentwicklung rücken in den Fokus.

„Als Führungskraft hat man Verantwortung.“

Mentale Gesundheit als vorbeugende Maßnahme und als Motivationsinstrument führt zu mehr Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit. Unternehmen, die Mitarbeiter fördern hinterlassen einen positiven Außeneindruck und werden bessere Fachkräfte finden.

Alte Führungsprinzipien nach dem Motto „Ich bin hier der Chef und ihr macht gefälligst, was ich sage.“ führen ins Abseits, da sie Arbeitnehmer*innen belasten.

Neben Vertriebs- und Marketingstrategien und Unternehmensentwicklung, sollte eine Strategie zur Entwicklung der mentalen Gesundheit und Zufriedenheit für Führungskräfte sowie Mitarbeiter*innen zukünftig zu jedem Unternehmen gehören.

Weniger Krankheitstage und bessere Ergebnisse sind die positive Folge.

Um das zu erreichen ist eine offene und ehrliche Kommunikationskultur wichtig. Vertrauen und Wertschätzung zwischen allen Beteiligten. Führungskräfte sollten ausgebildet werden, um frühzeitig zu erkennen, wenn Mitarbeiter*innen an ihre mentalen Grenzen stoßen und wann man ihnen mehr Freiraum für Ideen gibt. Achtsamkeit ist eines der Schlagwörter für die Zukunft.

Mentale Gesundheit am Arbeitsplatz 2022

„Verständnis für mentale Gesundheit entwickeln.“

Aber auch Vertrauen wird eine entscheidende Rolle spielen. Offen über innere Konflikte, Stress oder Ängste in einer vertrauten Umgebung zu sprechen ist ein nicht zu unterschätzender Aspekt, genauso wie Individualität.

Der Mensch wird mehr in den Mittelpunkt rücken. Führungskräfte haben eine Verantwortungsposition und keine Machtrolle.

Eine Unternehmensstrategie, die die mentale Gesundheit fördert, führt zu mentaler Stärke und weniger negativen Stress.

Aber wie kann eine Strategie und vor allem das Bewusstsein in Unternehmen umgesetzt werden?

Zuerst einmal muss klar kommuniziert werden, dass mentale Gesundheit und alle dazugehörigen Themen kein Tabu sein dürfen. Jeder muss verstehen, was das bedeutet und welche Auswirkungen es haben kann, wenn man sich nicht mit mentaler Gesundheit beschäftigt.

Das Verständnis für mentale Themen ist ein wichtiger Punkt. Bei Mitarbeitern und Führungskräften.

Im nächsten Schritt sieht man sich an, wo Stress und andere Faktoren eine Rolle spielen. Auch die Zufriedenheit sollte betrachtet werden und auch ob ausreichend Raum zur Entfaltung von Ideen vorhanden sind.

„Der Blick über den Tellerrand bei mentalen Themen.“

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Der Blick über den Tellerrand wird anschließend sicherlich eine der größten Herausforderungen im Veränderungsprozess sein. Alte Muster bei der Führung, bei Unternehmensabläufen usw. sollten hinterfragt und verändert werden. Ein Prozess, der dauerhaft den gewünschten Erfolg bringen wird.

Dann werden einzelne Punkte und Maßnahmen festgelegt:
– Gibt es gemeinsame Aktivitäten?
– Flexiblere Arbeitszeiten, die das Ziel und nicht die Arbeitsstunde in den Vordergrund stellen?
– Soll eine mentale Gesundheitsstunde für 1:1 Gespräche eingeführt werden?
– Vielleicht eine Onlineplattform mit Tipps, Videos, Meditationen usw.?
– Brauchen Führungskräfte ein Coaching, um Mitarbeiter*innen anders zu führen?
– Wie können Arbeitnehmer*innen gefördert werden?
– usw.

Mentale Gesundheit im Unternehmen einzuführen, braucht eventuell Zeit. Gedankenmuster und Glaubenssätze müssen neu definiert und verinnerlicht werden. Achtsamkeit rückt nach und nach in das eigene Interesse. Führungskräfte werden ein neues Verständnis entwickeln und ihre Rolle anders definieren.

Die Zukunft wird Unternehmen gehören, die dazu bereit sind, diese Schritte zu gehen. Der Weg wird anfangs vielleicht ungewohnt sein, aber er lohnt sich.

Wer möchte schon langfristig für ein Unternehmen arbeiten, wo ein Mitarbeiter nur als Mittel zum Zweck und austauschbares Objekt angesehen wird?

Unternehmen brauchen eine neue Denkweise. Mitarbeiter*innen sind der Herzschlag. Ohne sie läuft nichts. Ist es da nicht auch wichtig, die mentale Gesundheit oder Gesundheit allgemein von Arbeitnehmer*innen eine Bedeutung zu geben?

Ausgelaugte, ungesunde und unzufriedene Menschen bringen ein Unternehmen nicht voran. Ganz im Gegenteil. Motivation, Gesundheit, Achtsamkeit und Zufriedenheit sind die Schlüsselwörter der Zukunft.

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